Lächeln ist aussergewöhnlich. Lächeln ist stark. Nun, bevor wir hier loslegen, möchte ich sagen, dass es in diesem Artikel auf keinen Fall darum geht, dass Menschen immer glücklich sein sollen und auch niemals ein trauriges oder ernstes Gesicht machen sollen. Das wäre schlichtweg surreal und wird in der Werbung heutzutage zu genüge übertrieben. Dennoch – hier sind 10 Fakten die die mächtige Wirkung eines Lächelns aufzeigen.

1. Lächeln verlängert das Leben

Steigen wir gleich mit dem Brüller ein. In einer psychologischen Studie des SAGE Journals wurde tatsächlich etwas ziemlich Spannendes entdeckt. Ernest Abel und Michael Kruger von der Wayne State Universität haben 230 Autogrammkarten von Baseballspielern aus dem Jahre 1952 ausgewertet. Die beiden Psychologen bemerkten, dass einige Baseballspieler nur leicht lächelten, andere wiederum breit grinsten und ihre Zähne zeigten. Das verblüffende dabei war. Das die Gruppe die kaum lächelte im Schnitt 72,9 Jahre alt wurde. Diejenigen die sanft lächelten immerhin 75 Jahre und diejenigen die ihre Zähne zeigten und ein breites Grinsen im Gesicht hatten, wurden 79,9 Jahre alt. Eine verblüffende Feststellung.

2. Der Instant-Glücklich-Macher

Wie bereits vorhin erwähnt geht es nicht darum, dass man den ganzen Tag Lachen soll – das wäre auch zu anstrengend, aber in einer Studie vom französischen Psychologe Robert Soussignan im Jahre 2002 mussten Probanden sich ein Video ansehen und dabei einen Stift auf vier verschiedene Arten zwischen die Zähne nehmen. Die 96 Testpersonen im Alter zwischen 21 – 28 Jahren lächelten also bei manchen Positionen unfreiwillig und bewerteten allesamt das Video viel positiver. Der Grund dabei war, dass sie durch das Lächeln automatisch besser gelaunt waren. Ein strahlendes Lächeln zu zeigen, macht uns umgehend glücklich, unabhängig davon, ob wir tatsächlich Freude empfinden.

Lächeln löst sofort Glücksgefühle aus.

3. Lächeln steckt an

Lächelt dich jemand an, lächelst du meistens automatisch zurück. Sophie Scott von der University College in London hat 2006 in einer Studie herausgefunden, dass unser Gehirn positive Emotionen bevorzugt spiegelt. Scott spielte den Probanden diverse menschliche Laute vor. Jubel, schalendes Lachen und traurige oder ängstliche Geräusche. Dabei wurde das Hirn der Testpersonen gescant. Besonders stark reagierte das Hirn auf positive Geräusche und Reize.

4. Lächeln kann eifersüchtig machen

Nicht, dass dies jetzt erstrebenswert wäre, aber spannend ist es allemal. In einer Studie hat Benedict Jones an der Aberdeen University Folgendes herausgefunden. Er liess 28 Männer und 28 Frauen Bilder von jungen Männern anschauen und dabei ihre Attraktivität beurteilen. Zuerst wurden nur die Bilder von Männer gezeigt. Danach die Bilder von Männern die von Frauen angelacht wurden. Beim erneuten Beurteilen der Gesichter, wurden die Männer, die von Frauen angelacht wurden, um einiges Attraktiver beurteilt. Männer hingegen, fanden die Porträts, in welchem ein anderer Mann von einer Frau angelacht wurde, unattraktiver. Ja, die Eifersucht lässt grüssen.

5. Dauerlächeln macht krank

In gewissen Jobs und Berufsgattungen, wie zum Beispiel im Sales und Service, wird oft ein Dauerlächeln aufgesetzt werden, weil dies mehr Absatz bringt. In einer Studie im 2005 mit ungefähr 4000 Personen fand Dieter Zapf von der Universität Frankfurt heraus, dass diejenigen Personen die im Fragebogen angaben, übermässig oft im Job Lächeln zu müssen, besonders Burnout gefährdet waren. Es waren ebenso die Probanden die am anfälligsten für eine Depression waren. Typische Jobs sind Flight Attendants, Verkäufer und Call-Center Mitarbeiter.

6. Unechtes Lächeln erkennen

Ist das Lächeln des Gegenübers ernst gemeint? Laut dem französischen Psychologen Guillaume-Benjamin Duchenne, bewegen sich beim echten Lächeln nicht nur die Mundwinkel, sondern es bilden sich auch kleine Lachfältchen in den Augenwinkeln. Er fand dies bereits im 19. Jahrhundert heraus und daher kommt auch der Name des ehrlichen Lächeln, das „Duchenne-Lächeln“.

7. Lachen im Jahrbuch prognostiziert die Ehechance

Zum Schluss der skurrilste Fakt. Zugeben, als ich das gelesen habe, war ich skeptisch. In einer Studie von 2009 untersuchte Matthew Hertenstein von der Uni DePauw die Kindheitsfotos von 700 Amerikanern. Er untersuchte vorallem die Jahrbuch-Fotos genauer und bewertete die Intensität des Lächelns der Person auf dem Bild mit einer Zahl von Eins bis Zehn. Spannenderweise fand Hertenstein heraus, dass diejenigen, die am wenigsten lächelten, auch diejenigen waren, die am meisten geschieden waren. Er fand sogar heraus, dass diejenigen Probanden, die in der Jugendzeit besonders ernst dreinschauten, mit einer dreimal höheren Wahrscheinlichkeit geschieden werden.

Jobs die ein ständiges Lächeln abverlangen können krank machen.

Solche Studien sind einerseits spannend und andererseits zeigen sie gewisse Zusammenhänge und Relationen auf, welche nicht von ungefähr kommen. Ein strahlendes gesunde Lächeln mit weissen Zähnen kann also nie schaden.